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In der Kürze liegt des Pudels Kern vergraben: Hollywoodpärchengenerve Teil 1 von bestimmt vielen

Das Lächerlichste, was die Hollywoodsche Traumfabrik und ihre alptraumartigen Kollegen derzeit kreiieren, ist die obligatorische Kussszene zweier Protagonist*nnen, die sich von der senkrechten Position immer zwingend(!) in die waagrechte begeben. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Bild gesehen habe; ich wünsche mir, dass jemand mal all diese Szenen sammelt und zusammenschneidet. Und da es meistens immer Heteropärchen sind, liegt dabei auch noch die Frau häufig unten bzw. ihr werden als erste die ,,Knie schwach“ und sie kann sich nur nach hinten fallen lassen und zum Glück steht da immer eine Matratze oder ein Bett oder wenigstens ein Maisfeld zur Verfügung. Und: Ausblendung. Impliziert wird grandioser gefühlvoller Sex. Den zeigen wir aber nicht, weil Vorabendsendung/Sex doof ist/Dein Kind bestimmt heimlich mitguckt/unsere Sexszenen immer schlecht werden. In diesem sich auf das Bett/die Matratze/den Heuhaufen fallen lassen liegt die Kurzgeschichte, wie wahnsinnig leidenschaftlich dies alles wohl sein muss, weil niemand guckt, ob nicht doch ein Buch/ein Igel/das Kind, das heimlich mitguckt, unter der Decke/auf der Matratze/im Heu liegt. Diese Art, wie sich die Partner*innen umschlungen halten und dann kippen, sehe ich so ähnlich nur bei Paar-Bungeejumpings über die Klippe.