Archiv der Kategorie 'Wortlosigkeit'

Politischer Mord und die Justiz, 1921

Es wurden, systematisch, alle irgend erreichbaren Führer der Opposition hingemordet. Ach, und was verstanden diese Soldatengehirne nicht alles unter ‚Opposition‘! Zu dumm und zu faul, etwas andres als Dienstvorschriften, Jagdhumoresken, die ‚Tägliche Rundschau', ein Blatt ähnlichen Kalibers oder Zoten zu lesen, richteten sie sich in ihrem Hass gleichmäßig gegen Demokraten, Bolschewisten, Dada-Leute, moderne Maler und Nationalökonomen. Unverdächtig war, wer Schmisse auf den Gesichtsbacken und jenes vorschriftsmäßig deutsche Bullenbeißergesicht trug, in dem die richtige Mischung von Kellner und Assessor ganz realisiert war.

Wie da – in den Jahren 1913 bis 1921 – politische Morde von deutschen Richtern beurteilt worden sind, das hat mit Justiz überhaupt nichts zu tun. Das ist gar keine. Verschwendet ist jede differenzierte Kritik an einer Rechtsprechung, die folgendes ausgesprochen hat:
Für 314 Morde von rechts 31 Jahre 3 Monate Freiheitsstrafe, sowie eine lebenslängliche Festungshaft.
Für 13 Morde von links 8 Todesurteile, 176 Jahre 10 Monate Freiheitsstrafe.
Das ist alles Mögliche. Justiz ist das nicht.

Kurt Tucholsky, Auszug aus: Das Buch von der deutschen Schande, S.48-49

Blockupy. Endlich mal ein Bild von mir.


(Quelle: @ILEAX)

Irgendwo auf diesem Bild ist ein Bäumchen.
Bericht folgt vielleicht.

(Kwelle: naked pastor)

Elternmord

Misshandelte Kinder, die ihre Eltern ermorden: Warum gibt es so wenige davon? Link

Trayvon Martin/ Im Gedenken an einen schwarzen Jungen


Quelle: tumblr

EU-Forschungsprojekt ,,Indect“ und die Überwachung

Zitat aus Focus Online:

Erst auf Anfrage des Europäischen Parlaments kam ans Licht, was sich Polizisten unter „abnormal“ vorstellen: Verdächtig ist jemand, der rennt oder lärmt, im öffentlichen Nahverkehr auf dem Fußboden sitzt oder dort sein Gepäck vergisst. Indect soll auch dann aktiv werden, wenn Personen herumlungern oder in der Fußgängerzone gegen den Strom laufen.

Gefunden bei annalist.

Nach einem Kongress/ Müde

Endlose Wortströme verströmt über blaue Lippen,
Anstrengung die bleiern macht.
Lippen trocknen, Zungen lecken,
alles ist still.

In meinen Ohren rauscht das Blut
so gerade aus dem Herzen,
und im Meer vertrauter Lieder
bricht manches Gehörte
an den Felsen meiner Gleichgültigkeit.

Ich sitze, und dieses Summen in
mir bestätigt mir fortwährend,
dass ich am Leben bin.

Ich begegne Blicken. Reden werden geredet.
Äcker werden bearbeitet. Von dir, von mir. Ein Tropfen irgendwo auf
Stein. Und mitten in mir vielleicht einmal ein Lächeln,
unbedacht. Der Rücken tut schon weh.