J.

Wir sind uns die Missverstand‘nen
und ja, wir missverstehen uns gut
Lieber bräch‘ ich einen andern –
dennoch fließt allein dein Blut.

Wir sind Krieger, ohne Zögern
sehen wir uns nach Waffen um
Niemand weiß, auf welcher Seite –
doch wir schlagen schon wie dumm.

Und wir töten uns sehr zärtlich
Und wir weinen um uns sehr
Und dann folgt nur meine Stille
Und dann atmest du nicht mehr.

(29.04.2010)