An ein Mädchen

Was du nicht weißt. Und was ich erahne
wenn ich dich täglich gehen seh‘:
Dass in deines Lächelns weißer Sahne
drin alles liegt: mein Wohl und Weh.

Und wenn du nahst, dann naht mir die Stunde,
der ich mich Mensch verloren geb‘,
und bin nach der Art der irren Hunde,
und so vergesse, wem ich leb‘.

Du Mädchen meinst, dass ich darum ränge
dir täglich neuer zu entgehn.
Doch reicht dein Teil nur, dass deiner Menge
ich nicht entkomm‘: Schon bleib ich steh‘n.

(16.05.2008)